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Ein Schulcampus für alle – warum wir den Blick aufs Ganze richten müssen

  • Autorenbild: FW
    FW
  • 23. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Sept.

Ein persönlicher Blick auf die Bedeutung von lokalpolitischen Entscheidungen.


Fernand Weimerskirch
Fernand Weimerskirch

Die Gemeinde Schengen steht vor einem bedeutenden Entwicklungsschritt: Mit dem geplanten Schulcampus „Baggerweier“ in Remerschen will der Schöffenrat ein zukunftsgerichtetes Infrastrukturprojekt umsetzen, das weit mehr als nur eine neue Grundschule umfasst. Geplant sind unter anderem eine Maison Relais, ein moderner Sportkomplex sowie eine Feuerwehrkaserne – alles an einem Ort, gebündelt und funktional gedacht.

 

Ein Projekt, das die Gemeinde prägt

 

Der Campus soll eine Antwort auf die Herausforderungen der Zukunft sein: steigende Schülerzahlen, veraltete Infrastruktur und der Anspruch, allen Kindern in der Fusionsgemeinde Schengen dieselben modernen Lern- und Betreuungsmöglichkeiten zu bieten. Es ist ein Projekt, das – richtig umgesetzt – Generationen von Kindern und Familien zugutekommen kann.

 

Kritik und Kontroverse – auch innerhalb der Opposition

 

Natürlich wurde dieses Projekt nicht ohne Diskussion vorangetrieben. Innerhalb der Oppositionsliste Besser Zesummen, deren Aufbau und Wahlkampf ich seit 2023 mitgestaltet habe, gab es von Anfang an kritische Stimmen zur geplanten Schließung der drei bestehenden Grundschulen in der Fusionsgemeinde. Viele befürchteten eine Zentralisierung auf Kosten der lokalen Identität.

 

Diese Diskussion war berechtigt – und wichtig. Aber sie hat sich leider im Laufe der Zeit zu einem tiefen Konflikt entwickelt. Nach mehr als zwei Jahren konstruktiver politischer Arbeit innerhalb Besser Zesummen, und am Ende intensiver Auseinandersetzungen über die politische Ausrichtung der Opposition in Schengen, entschied ich mich als Wegbereiter bei Besser Zesummen, mich aus dem aktiven Tagesgeschäft zurückzuziehen.

 

Haltung zeigen, nicht blockieren

 

Denn: Wir sind nicht grundsätzlich gegen den Campus oder den Plan d’aménagement particulier (PAP) des Gesamtprojektes. Im Gegenteil: Wir halten es für falsch, aus Prinzip ein Gesamtvorhaben zu blockieren, wenn es über Parteigrenzen hinweg klare Vorteile für das Gemeinwohl, besonders das der Kinder, bietet.

 

Wir dürfen in der Kommunalpolitik nicht in Reflexe verfallen. Wer heute für den Schulcampus stimmt, tut das nicht gegen die Traditionen der Ortsteile, sondern für eine gemeinsame, moderne Zukunft. Wir müssen lernen, in größeren Strukturen zu denken – ohne dabei die lokale Vielfalt zu verlieren.

 

Unsere politische Heimat bleibt sozialdemokratisch

 

Seit meinem Rückzug aus dem aktiven Tagesgeschäft bei Besser Zesummen konzentriere ich mich nun verstärkt auf meine Aufgaben als Sekretär der LSAP-Sektion Drailännereck, welche drei Proporzgemeinden (Schengen, Remich und Mondorf) sowie drei Majorzgemeinden (Dalheim, Bous-Waldbredimus und Stadtbredimus) begreift. Es verbindet uns weiterhin eine klare, sozialdemokratische Überzeugung: Politik muss dem Menschen dienen, nicht dem Kalkül. Auch in schwierigen Fragen.

 

Wir glauben daran, dass Politik gestalten und nicht blockieren muss. Dass es besser ist, nachhaltige Kompromisse zu suchen, als verhärtet in alten Positionen zu verharren. Und dass man auch dann Haltung zeigen kann, wenn man bereit ist, sich zu bewegen – im Sinne der Sache.

 

Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder und steht nicht automatisch für die offizielle Position der LSAP.

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